Seelenbewusstsein









Kabîr
 

 


Mevlana Jelaluddin Rumi 
 

Kabîr lebte im 14. Jahrhundert C.E. in Kashi (Benares). Es gibt viele Lieder von ihm in Hindi, welche heute immer noch in Indien gesungen werden. Im Kabîr Kasauti heisst es: "Er erschien im Jahre Sambat 1455 am ersten Tag des Vollmondes in der hellen Hälfte des Monat Jeth, im Vollmond der Regen. Inmitten von Donnergetöse, hellen Blitzen und wolkenbruchartigem Regen, zeigte Kabîr sich in einem Becken auf einer Lotusblüte."  Im Guru Granth Ratnavali, geben Dr. D.S. Mani, Sardar Bakhshish Singh, und Dr. Gurdit Singh, ein Geburtsdatum für Kabîr: "Jaeth Sudi 15 sunmat 1455". Das Jahr Sambat 1455 beginnt nach dem gregorianischen Kalender Mitte April 1398 mit dem ersten Monat Baishak. Der Monat Jeth ist der zweite Monat im Sambat Kalender. Wenn der Monat mit Neumond als der hellen Hälfte (zunehmender Mond) beginnt, ist ein Datum z.B. um den 8. Juni 1398 greg. (A.D.) möglich. Wenn der Monat Baishak aber mit dem 14. April beginnt, - unabhängig vom Neumond - dann wäre der 15. Tag im Monat Jeath etwa 30 + 15 = 45 Tage später, als der 14. April; es wäre um den 29. Mai 1398 greg. (A.D.) möglich

Er sagte:

"Ich komme aus dem Unendlichem. Maya hat die Welt in die Irre geführt:
Sie hat mein Geheimnis nicht gefunden.
Ich wurde nicht geboren, noch habe ich mich in einer Gebärmutter aufgehalten.
Ich erschien als Kind. In der Stadt Kashi habe ich mich im Wald niedergelassen,
wo mich ein Weber fand.
Ich bin nicht Teil von Himmel oder Erde, aber ich bin die Offenbarung grenzenloser Weisheit. Die Form der Spiritualität, wie sie in dieser Welt offenbart wird, das ist mein Name.
Ich habe keine Knochen, kein Blut, keine Haut:
Ich bin die Offenbarung des Wortes.
Ich bin jenseits aller Körper, der Unendliche und der Vollkommene:
Dies sagt der unsterbliche Kabîr." ¹

 

Mevlana Jelaluddin Rumi wurde geboren am 30. September 1207 n. Chr. in Wachsch in der Region Balch, Afghanistan. Sein Vater, Baha'eddin Walad war ein Mystiker (=> Fritz Meier, Baha-i Walad, Grundzüge seines Lebens und seiner Mystik. Acta Iranica III 14, E.J. Brill, Leiden 1989.) Er heiratete Gauhar Chatun und bekam 1226 seinen ersten Sohn Sultan Walad. 1228 ging er mit seinem Vater nach Konya. 1230 wird er Professor für Theologie. Im Januar 1231 stirbt sein Vater. Am Sonnabend den 28. November 1244 trifft er Schamseddin i Täbris, der ihm die spirituellen Welten zeigt, und der ihn nach dem Verschwinden veranlasst Gedichte zu schreiben. Schamseddin verläßt Mevlana am 14. März 1246 das erstemal. Mevlana scheibt Poesie: Divan-e-Shams (über 45000 Verse) in Persisch, das Mathnavi in 7 Büchern und 24660 Doppelversen und das Fihi ma Fihi, eine Einführung in die Metaphysik um 1256. Mevlana starb in Konya am Abend des 16. Dezembers 1273 n. Chr. im Alter von 66 Sonnenjahren oder 68 Mondjahren, wenige Tage nach einem Erdbeben.


Er sagte:

"Was ist dieser Sinn, Oh Moslems: »Weil ich mich selbst nicht kenne.«
Weder bin ich Christ, Zarathustrier, oder Moslem;
Ich bin kein Orientale noch Abendländer, in keinem Land und auf keiner See:
Nicht aus der Natur, noch aus dem Himmel: Nicht von Indien, China, Bulgarien oder Saqsin;
Nicht aus dem Iraq, noch aus dem Land Khorasan.
Mein Ort ist alokal: Mein Zeichen ist kein Zeichen.
Ich habe keinen Körper und kein Leben: Weil ich vom Leben des Lebens bin.
Ich habe Dualität überwunden: Ich habe die zwei Welten als EINE gesehen:
Ich bitte EINEN, ich weiss EINEN, ich sehe EINEN, Ich rufe EINEN." ¹

(aus  dem Divan-i-Shams-i-Tabriz.) 

 

 

 "Schaue nicht auf mein Äußeres, aber nehme, was in meiner Hand ist".

 

 

 

"In meinem Körper ist ein Mond, aber sehen kann ich ihn nicht!
Ein Mond und eine Sonne.
Eine Trommel schlägt, von keiner Hand berührt, aber hören kann ich sie nicht!
Solange der Mensch sich darüber sorgt, dass er stirbt und was er besitzt, das seines ist,
sind alle seine Mühen umsonst.
Wenn der Stolz des Ich's gestorben, samt dem was es besitzt,
ist des Lehrers Arbeit zu Ende.
Der Zweck der Arbeit ist zu lernen; wenn Du erkannt hast, ist die Arbeit getan.
Die Apfelblüte hat ihr Sein um die Frucht zu schaffen; wenn sie da ist, fällt das Blütenblatt.
Der Moschus ist im Hirsch, aber der Hirsch beachtet es nicht:
er wandert umher, um Gras zu suchen." ¹

 

"Ich starb als Stein, wurde als Pflanze geboren.
Ich starb als Pflanze und wurde Tier.
Ich starb als Tier, als Mensch wurd' ich erkoren,
jetzt bin ich hier.
Warum dann Furcht vor dem Verschwinden 
nur wegen diesem Sterben?
Das nächstemal wenn ich sterben soll,
dann braucht ihr mit Flügeln der Engel nicht werben;
ich werde danach mich erheben 
und höher als die Engel sein,
Und was Du Dir nicht vorstellen kannst, 
Ich werde das sein." ¹

 

 

 

"Ich komme aus dem Unendlichem.
Ich war körperlos:
Ich nahm einen Körper und kam:
In diesem Körper werde ich Kabîr genannt.
Ich bin gekommen, um den Schwan, der von Geburt zu Geburt getrennt wurde, aufzurichten.
Ich wurde der unsichtbare Purush, Schöpfer, Unsterbliche und Loslöser der Bindungen genannt.
Mit meinem ganzen Körper gehöre ich der wahren Heimat an.
Ich wohne in jedem Herzen.
Kabîr sagt: Höret, Brüder Sadhus: Ich habe den wahren Namen offenbart." ¹


"Tod nach Tod, die Welt stirbt, aber niemand weiß wie man stirbt:
Der Diener Kabîr ist so einen Tod gestorben, dass er nie wieder sterben muss.
Wenn der Heilige stirbt, warum weinst Du dann? Er geht nachhause ...
Trauere über den elenden Sakta, der von einem Markt zu anderen verkauft wird!
Ich sehne mich nach dem Tod, aber wenn ich sterbe, möge es sein vor der Tür von Ram.
Und ich hoffe Hari fragt nicht, 'Wer ist das, der gegen meine Tür gefallen ist?" ¹

 

 

"Unser Tod ist unsere Hochzeit mit der Ewigkeit. Was ist das Geheimnis? "Gott ist Eins."
Das Sonnenlicht spaltet sich, wenn es das Fenster des Hauses trifft.
Diese Vielheit ist in der Traube vom Wein; aber sie ist nicht im Saft aus dem Wein.
Für den, der im Licht Gottes lebt, ist der Tod der fleischlichen Seele eine Wohltat.
Ihn zu beachten, bedeutet weder Schlechtes noch Gutes, 
weil er sich jenseits des Guten und Schlechten befindet.
Konzentriere Deine Augen auf Gott und sprich nicht über das, was nicht sichtbar ist,
so daß er Deinen Augen eine andere Sicht ermöglicht.
Es ist die Sicht der physischen Augen,
daß keine unsichtbaren oder geheimen Dinge existieren.
Aber wenn sich die Augen auf das Licht Gottes richten,
welches Ding kann verborgen bleiben in so einem Licht?
Obgleich alles Licht aus dem Göttlichen Licht strömt, nenne nicht alle diese Lichter
"Das Licht Gottes", es ist das ewige Licht, welches das Licht Gottes ist.
Das Tageslicht ist eine Eigenschaft des Körpers und des Fleisches.
Oh Gott, wer gibt die Gnade der Einsicht!
Der Vogel des Sehens fliegt zu Dir mit den Flügeln des Verlangens." ¹



Bibel - AT und NT

Picture Copyright © by Regina Hecker

Mit freundlicher Genehmigung von Regina Hecker
Thanks , love and credits  to Regina Hecker



¹ Translation by volker doormann




volker doormann   -   2007