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 Poesie
von Volker Doormann
 



Du bist Du


Geboren an dem Tag der Mutter Niederkunft. Es ist gescheh'n.
Unfrei in der Wahl der Stunde nach der Mutter Schmerz und Weh'n.
Du bist Da.

Angewiesen auf das Nähren. Unfrei gleich zu Laufen früh.
Bedingt auch gleich Latein zu lehren. Begabt in Dichtkunst ohne Müh'.
Du bist Du.

Kannst sehen nur, was Du auch siehst, kannst schrei'n Dich sehn wenn Mutter fort,
Bist schüchtern wenn du Fremde siehst, bist nur zugleich an einem Ort.
Du bist Da.

Eingesperrt in einen Körper, der aus der Ahnen Reihe ist, wirst Du Dir dann Selbst bewusst,
frei zu sehen wer Du bist.
Du bist Du.

Es ist gegeben, ohne daß es anders sei, mußt geduldig dies ertragen,
Dies zu erkennen bist Du frei. Egal was Sterne dazu sagen.
Du bist Da.

Dann erkennst Du daß der And're wie ein Tag zum nächsten ist,
eben gleich und doch verschieden, genau wie Du, doch anders ist.

Wie das Versmaß eines Liedes, wie der helle Klang in Dur,
ist ein jeder eingebettet, in die Ordnung der Natur.
Du bist Du.
Ob Du's zagst, noch ob Du's dankest, Sterne Schwingung 'Klang' im Hier,
zeigen gleiche Ordnung immer, Darum ist es sichtbar Dir.
Du bist Da.

Sternenordnung, Tag und Nacht, sind kein Zwang der Dich bestimmt,
wenn Du sie als Freund betrachtest, niemand Dir das Frei Sein nimmt.

Kennst Du dann der Sterne Lieder, mit samt allen Harmonien,
find'st Du auch die Töne wieder, die zu Deiner Stunde spiel'n.
Du bst Du.
(2003)


In der Fremde


Ich kam in diese harte Welt und wußte nichts von Macht und Geld
und war ein Fremder wie von Gott verlassen.
Die Dinge die ich sah und wahrnahm schmerzten mich in meinem Innern.
Da begann ich diese Welt zu hassen. Da begann ich diese Welt zu hassen

In meinem Schmerz bewegten Worte meine Seele -
Worte voller Klarheit brachten meiner Seele Freude.
Sie machten mir mich selbst bewußt und ich erkannte Gott in mir -
und dass er schläft in jedem Leben. Und dass er schläft in jedem Leben

Die Liebe die im Innern ist und Schmerz der mich nicht ruhen läßt
ist nicht zu trennen und das Los des Lebens. Die Welt sucht Licht in der Gewalt
und Liebe kennt sie nicht noch Geben. Schlachter ordnen diese Welt.
Ich weine meine Tränen weil ich liebe. Ich weine meine Tränen weil ich liebe.
(2006)


 


Der Wissende


Der, der weiß, ist der Wissende, und wissend sucht er mehr.
Der, der glaubt, ist der Glaubende, und glaubend bleibt er leer.
Der Glaubende glaubt unbeirrt zu wissen: Es ist so, wie es ist.
Der Wissende fragt vom Glaubenden unbeirrt: Ist es so, wie es ist?
Unbeirrt im Glauben, glaubt der Glaubende dem Wissenden nicht
Unbeirrt stört den Wissenden, der zu wissen Glaubende nicht.
(2006)


 
                                   Kabir


Liebe und Wahrheit

Liebe unterscheidet nicht. Wahrheit schon.
Liebe ist nicht logisch. Wahrheit schon.
Wahrheit trennt. Liebe heilt.
Diese Welt ist krank durch das Trennen,
sie hat vergessen, daß nur der etwas trennen sollte, der auch heilen kann.
(2006)
 


                                Kabir


Wer


Wenn Du das, das WER Du bist, in Dir suchst, bist Du kein Wir;
Denn das was Du in Dir findest, weiß niemand and'rer außer Dir.

Niemand and'rer kann Dir sagen, woher Du kommst und Wer Du bist,
Als Du allein als eine Seele und wo seine Heimat ist.

Hohe Schulen sind wie Drogen, sie verändern den Verstand.
Du als Seele gehst verloren, Liebe ist dort nicht bekannt.

Das Wir glaubt, dass das der Seele nur ein Aberglauben sei,
Das das Denken aus der Bahn wirft und nicht zu beweisen sei.

Aber nichts ist zu beweisen, was Du in dem Außen siehst,
Es sind alles Konventionen, die Du in Erwägung ziehst.

Regeln dieser Welt sind Konventionen aus dem Wir,
Fest bestimmt als wahr zu gelten allen Wir im hier.

Kämpfen, Siegen, Denken, Handeln sind der Seele Knast und Wein,
Statt sie zu beschützen, mauert es die Seele ein.

Wie die Männer aus dem Osten Frauen sperren in das Haus,
Sagt man ihr, mit Macht und Glauben, Du darfst nicht raus.
(2008)


Wahrheit + Liebe
 
Wahrheit und Liebe, das ist das Heile,
Das Ganze, das scheinbar getrennt;
Getrennt in das Denken,  
Getrennt in das Fühlen,  
Erst wieder zusammen  
als Eins sich erkennt.
 
Wahrheit und Liebe, das ist das Ganze,
Das Heile, das keiner mehr kennt;
Macht will es teilen,
Macht will es spalten;
Durch Denken und Halten
ist es im Außen immer getrennt.
 
Denken ist Wahrheit, kalt wie das Eis,
Kalt wie der Denker, der alles weiß.  
Lässt keine Wärme in seine Welt,
Lässt keine Liebe in seinen Bauch.  
Das Denken bleibt dunkel,  
es bleibt nicht erhellt.
 
Liebe ist Wärme, Liebe ist Licht,
Liebe ist Geben, Liebe nimmt nicht.
Strahlt auf den Denker,  
Strahlt auf den Geist,
Sehnt sich nach Wahrheit,
Sie ist gerecht, sie richtet nicht.

 

Sein


 
 (1979)

Sein
 
Der Gedanke ist das Denken und das Denken kommt aus Dir.
In Dir ist es, selbst erlernt, im Kopf, im Jetzt und hier.
Tasse, Auto, Rose, Zeitung, Hose, Dose, Flasche Bier.
Worte lernen, das ist Denken, schafft auch einen Gott in Dir.
 
Doch der Gott ist nur ein Wort das aus Deinem Denken spricht.
Stirbt das Denken mit dem Leibe, bleibst Du selbst - das Denken nicht.
Denn Du bist Sein und Du bist Gott - Dein Denken ist vergänglich.
Du bist ungeschaffen selbst, geschaffen ist das Fleisch, das männlICH.
 
Ungeschaffen, ungeboren, ohne Anfang ohne Zeit,
ist die Seele hier verloren, Denken sieht sich selbst - nicht weit.
Denken will leben, Seele will Sein, Seele ist Liebe, Denken ist Neid.
Neid auf das Sein, das Wahrheit erkennt und frei ist von Leid,
 
frei von Gedanken, reines Bewusst_sein, frei von dem Sterben,
muss sie nicht Formen, nicht Schaffen, nicht Werden,
ist das Bewusst_sein, muss es nicht Werden,
war nun das letzte Mal hier gebunden auf Erden.
(2008)

 
 
Reise
 
Rumi, Shams und Omar Khayyam,
Lao=Tse und Sokrates,
Lennon, Young, Mantiq al-tair
Weber Kabir, Gilgamesh,
Thomas, Nanak, OSHO, Bruno,
Jesus und Pythagoras,
 
DIE Seele liebt, ist Harmonie,
In Resonanz erklinget sie.
ER achtet SIE, die ER nicht kennt,
und DIE ER schlicht Sein Eigen nennt.
Dass ER selbst DIE Seele ist,
weiß ER selten, manchmal nie.
(2008) 
 
 

Sehen 


Augen sehen in die Ferne,
sehen Farben, sehen Licht,
sehen nachts die vielen Sterne,
der mir nah' ist, seh'n sie nicht,
der mir nah' ist, seh'n sie nicht.
 
Sein ist Sehen, Sein ist Licht
Sein ist Nähe, Sein ist Ferne,
Sein braucht meine Augen nicht,
der mir nah' ist, das bin ich
der mir nah' ist, das bin ich.
 
Sein ist Liebe, Sein ist wahr
Sein ist beides, ist das Heile,
keiner trennt in fern und nah'
Nur der fern ist, ist in Eile.
Nur der fern ist, ist in Eile.
 
Augen sehen in die Ferne,
sehen Farben, sehen Licht,
sehen nachts die vielen Sterne,
Du bist ich, ich sehe Dich
Du bist ich, ich liebe Dich.
(2008)


 
Stille

In der Stille sich versenken
davon stirbt das laute Denken
Ruhe folgt und Hören wendet
Stille zum Wort; das Denken endet.
 
Darum wache in der Stille
wo kein Denken und kein Wille.
(2008) 



Nichttun 

So schwer zu Nehmen
So schwer zu Geben
So schwer die Worte
Für dieses Leben
 
Herzen, die Sprechen
Schweigen die Worte
Die Nehmen und Geben
Vereint Liebe leben
(2008)


 
Liebe
 
Es gibt den Strom, der Leben ist,
das Lebendige, das SEIN.
Das Bewusste, das Du bist,
ist hier ganz allein.
 
Das 'Hier' ist eine and're Welt
die Dich hier gefangen hält;
stellt sich diesem Strom entgegen
auf allen Deinen Wegen.
 
Dieser Widerstand den Du
hier für Dich als Strafe denkst
deckt in Dir die Seele zu
bis Du an zu gehen (!) fängst.
 
Gehe aufrecht, ungebeugt
mit dem Strom des Lebens,
denn das SEIN ist ungezeugt -
Den 'Schöpfer' sucht man vergebens.
 
Welt ist Widerstand und gegen
jeden Strom der Seelen,
aber er ist keine Kraft
auch wenn Christen das erzählen.
 
Tod ist Leben, wie der Schlaf
macht die Seele Pause
dann erwacht sie wieder neu
hier, fern von zuhause.
 
Jeder Schritt, den Du hier gehst
gehst Du Deinem Selbst entgegen,
Welt ist, was dich hier festhält
leidvoll auf deinen Wegen.
 
Doch mit jedem tiefem Schmerz
tauchst Du in den Strom des Lebens
Klarheit wächst in Deinem Herz
Das Leid ist nicht vergebens.
 
Hölle ist der Widerstand
den die Welt, der Seele,
Dir als Widersacher hier
hinstellt, Du reine liebe Seele.
 
Beten, Beichte, Buße, Welt
sind Idole des Verstandes
die die Seele hier festhält
mit den Mächtigen des Landes.
 
Du kannst immer mit ihm sprechen,
denn er ist Dir nah, wie Du.
Er ist Du und Du bist Er.
Sprich zu Dir - er hört Dir zu.
 
Kirche, Welt und das im Außen
sind nur für den Blinden Seher:
der, der Gott im Außen sucht.
Suche Innen - das ist näher.
(2008)


Poesie


Poesie ist Gottesdienst - Denken ist Gewalt
Wenn die Seele spricht durch Worte
die wie Musik in uns hallt
gibt sie kund ihr Gottes-Sein
durch die Wahrheit und die Liebe
Seelen suchen keinen Trost
Trost sucht das verletzte Ego
Durch Erkennen wird sie rein
Durch Erkennen wird sie rein

Sinn ist nicht der Trost des Ego
das nach Schutz sucht hier im Hier
Sinn ist schmerzhaft zu Erkennen
daß die Welt ist ohne Liebe
sie ist nur in mir und Dir
Diese Welt ist nicht zu retten
sie verbleibt im Dunkeln hier
sie verbleibt im Dunkeln hier

Dieser Welt hilft keine Liebe
Liebe hilft nur dem der sucht
achtet und in Gott sie findet
der sie nicht sucht bleibt verflucht
Schmerzen kennt nur der sie sucht
Der sie sucht weiß um das Leiden
weil die Welt das Dunkle sucht
weil die Welt das Dunkle sucht

Unterscheidung sieht das Leid und
nimmt es wahr als Wirklichkeit
Trost kennt keine Unterscheidung
flieht das Leid für alle Zeit
Schöne Worte spenden Trost und
geben Dir die Illusion
immun zu sein für Wirklichkeit
immun zu sein für Wirklichkeit

Gott ist Wahrheit und die Liebe
das weiß jeder, der Gott kennt
Aber diese Welt der Macht
ist der Platz an dem wir leben
und wo wir das Beste geben
und wo Leid und Schmerz und Krieg
die Seelen aus der Fremde martern
und kein Engel hilft ihr hier
und kein Engel hilft ihr hier

Wahrheit ist auch diese Welt
wo Seelen man gefangen hält
Nur die Liebe zu der Wahrheit
sieht die Wahrheit wie sie ist
Liebe ohne diese Wahrheit
sieht die nackte Wahrheit nicht
und kein Engel kann das ändern
und kein Engel kann das ändern

Wahrheit ist mit Sinn verbunden
Liebe kennt nur sich - nicht Sinn
Nur der Sinn und Wahrheit findet
was der Grund ist für das Leid und
der auf es schaut und selber leidet
betritt den Weg, der ihn befreit
und kann selber Engel werden
und kann selber Engel werden

So ist Schmerz die Liebe und
die Liebe ist der Schmerz
Tränen sind der Strom von beidem
und berührt das eigne Herz
das im Innern Gott verbunden
wahrnimmt auch den Welten Schmerz
bis die Seele heim gefunden
bis die Seele heim gefunden.
(2008)



Astrologie für Clowns

Ich habe sechs Planeten
in kardinalen Zeichen
Wer meine Spuren liest,
der findet viele Leichen.
 
Ich habe sechs Planeten
in meinem zwölften Haus.
Ich lebe nur das Gestern,
komm niemals aus mir raus

Ich habe leere Häuser
sind alle leer im Außen,
drum bleib ich lieber drinnen,
als in der Welt da draußen.
 
Ich habe sechs Planeten
in meinem zehnten Haus
darunter Mond und Venus
genieße den Applaus
 
Mein Assistent ist Fische.
Mein Therapeut ist Brite.
Ich: "Mich nimmt keiner wahr!"
Er laut: "Der Nächste bitte."

Ich habe sechs Planeten
alle in fixen Zeichen.
Auch wenn das Wasser steigt;
Ich werde niemals weichen.
 
Ich habe sechs Planeten
nein einklich sind es sieben
Seit Feber zweiundsechzich
darf ich die Zukunft lieben.
 
Mein Assistent ist Löwe
und meine Sonne auch.
Wo ich steh', da steht keiner,
nur Andre auf'm Schlauch.
 
Ich hab keine Planeten
in diesen Feuerzeichen
Ich hab's probiert mit Beten
doch Kälte will nicht weichen.
 
Mein Assistent ist Skorpion,
ich leide keine Not.
Ach, lass mich Dich erstechen,
wo ich bin ist der Tod.
 
Ich habe 4 Planeten
in meinem vierten Haus,
Saturn und diesen Vater.
Zog von zuhause aus.
 
Mein Therapeut ist Brite.
Er sagt, ich hab Transite.
Ich glaub er ist 'ne Niete,
kennt sich nicht richtig aus.
 
Hast Du den Pluto auf der Sonne
jetzt und sagst 'Ich könnte wein'n!'
Hast Du doch 'was Eigenes, denn
'Es könnte schlimmer sein.'
 
Ich mach in Lyrik
Merkur in Drei.
Will keiner kaufen
Kein Planet in Zwei.
 
Mein Zeichen sind die Zwillinge
wo ich bin, da ist die Wende,
denn ich verändere die Welt;
mach' nur nichts zuende.
 
Ich habe sechs Planeten
in diesen Wasserzeichen.
Hab' kein' Job, keine Moneten.
Hab' eben andere Qualitäten.
 
Mein Assistent ist Waage.
Ich bin so gern gerecht.
Denn alles ist so vage,
nicht gut und auch nicht schlecht.

Mond und Neptun in Konjunktion:
Das sind die mit zwanzig schon
armen und kranken Leuten 
leise die Sterne deuten.

Ich habe vierzig Aspekte.
natürlich Quadrate und so.
Man gab mir dafür Tabletten,
die spülte ich runter - im Klo.

Ich hab meinen Mars in sieben.
Ich streite nie, bin spirituell.
Menschen, die mich nicht lieben,
zerhack' ich, dann sind sie ganz still.
 
Ich hab einen Aszendenten
in Jungfrau, komm nie zu spät.
Spontan sein find ich geschmacklos;
Ich plane Spontanität.
 
Mein Mann ist ja Krebs und beleidigt
wenn ich ihm mal sag', er ist doof.
Ich bin ja von Haus aus ein Widder,
Ich feg' nicht - mir macht man den Hof.
 
Ich hab zwei Planeten in Jungfrau
Uranus, Pluto, die beiden,
machen mich manchmal zur Sau.
Ich kann sie dann nicht mehr leiden.
Bin Jahrgang '66 und Frau.

Ich hab da Planeten in zwei
Pluto ist auch mit dabei.
Jupiter in Konjunktion
(Bill Gates steht bei mir in Lohn)
 
Hab' viel in acht.
Schwarz wie die Nacht
ist meine Seele,
wenn sie erwacht und ich quäle.
 
Ich liebe den Mond
weil er mich verschont,

Ich liebe den Mond
weil er mich verschont,
mit Logik und 'The Rules of Seven,'
hör lieber das:
'Tears in heaven'

Mondknoten aufsteigend in Sechs.
das ist das tiefe Versenken.
Die Seele nimmt wahr, wird verletzt,
sie übernimmt nun das Denken.

Gestärkt kommt sie wieder
den andern ist das nicht geheuer.
Die Diagnose ist klar:
Eindeutig Paranoia.

Ist der Absteigende MK in Acht.
wird Dunkles ans Licht gebracht,
aber nur wenn man es läßt,
Angst hält hier die Seele fest.

Mein neuer Astrologe,
war früher Pedagoge -
das sind die, die Kinder grüßen,
und kennen sich aus mit Füßen.

Ich habe keine Aspekte,
nur ein Trigon mit Venus
Die steht noch im Exil.
Das ist nicht viel.
 
Ich hab keinen Mond
'ne Mutter blieb mir verschont
kam gleich zu meinem Vater
Er liebte mich, ja das tat er.
 
Jetzt hab ich die Mutter gefunden,
sie hatte sich versteckt
und bei meiner Geburt war
der Mond von der Sonne bedeckt.

Hast Du den Saturn in zehn
wie der linke Lafontaine
steigst Du auf bis zum Zenit
doch dann stürzt ab, mußt geh'n.

Adolf Hitler, Richard Nixon

Helmut Kohl und Kennedy
Nehru und Napoleon
stieß man runter von dem Thron.
 
Ist der Zenit erst überschritten
und Saturn nimmt Platz in zehn,
hilft kein Schmiergeld und kein Bitten
und kein Eid und auch kein Fleh'n.
 
Uwe Barschel, Gregor Gysi,
Rudolf Scharping, Rasputin,
Billy Clinton, Rajivc Ghandi,
kommt ihr Ende, sind sie hin.
 
Hitler, Göring, Catherine de Medici,
Milosevic, Zar Nikolaus,
Ruhm und Macht ist nicht für sie,
Saturn in zehn, das ist das Aus.


Ich trau mir nichts zu.
Hab keine Planeten
in kardinalen Zeichen
Lass mich oft treten.

Hab keinen Mut
hab eine Wut
lächle Dir zu
Mein Mund bleibt zu.


Ich bin Steinbock - klar.
Und Löwe Assistent.
Mit mir kann man reden.
Das weiß jeder der mich kennt.

Ich habe Freunde,
sie kommen, wenn ich will.
Wenn sie mich hören,
sind sie ganz still.

Wo ich bin, ist Chaos,
Mein Ordnungsprinzip.
Jeder Freund weiß das,
das macht mich beliebt.



Im 10. Haus da herrscht Routine,
wie wär’s denn mal mit ner Blondine?

'Ne Blondine zeigt mir Flaschen, leere,
stolz in ihrem Kühlfach drinne.

Faschings Feier heute Nacht.
Frage sie: "Wofür sind die?"

"Ja," sagt sie, und heizt den Grill,
"wenn einer heut'
Nichts trinken will."
 


Heute hab' ich mich getrennt.
Hab' 'nen neuen Aszendent.
Wollte nicht mehr nicht mich zeigen,
will den andern jetzt was Geigen.

Meinen alten Aszendent
gab ich an die Caritas.
Jetzt weiß niemand der mich kennt,
dass in mir das Feuer brennt. 

Festgemauert in der Erde
steht der Stier und ist erkannt,
seine Wärme, pralles Leben,
seine Liebe sind sein Stand.

Kennt den Himmel, kennt die Blumen,
kennt den Schatten, weiß um ihn,
dem Roten, den Gaben der Erde,
dem Leben, gibt er sich hin. 

Unabhängig, vorsichtig, human und ganz nah,
so sieht sich die Sonne im Wassermann.
Über das, was sie nach Innen leben,
darüber soll man nicht reden. 

(2009)


Abendstille, warmes Licht
Worte werden zum Gedicht
Stilles Wasser, ein  Glas Wein
Werden stirbt, es bleibt das Sein.
(2010)




Seltsame Worte sprechen zu mir
An keinem Orte, ohne ein Hier
Sprechen das Stille das in mir klingt
Das mir die Freude und Nass-Tränen bringt.

Lärm ist da draußen, weit von mir weg
Kalt ist's im Außen, sucht nur den Zweck
Wie Tag und Nacht ist das Sein in der Welt
Schlafe den Tag, die Nacht ist erhellt
Seltsame Worte erhellen die Nacht
Schlafe den Tag und wache die Nacht.
(2009)
 

  
Das Ende der Welt
 
Die Welt ist am Ende.
Die Schneeball-Systeme
der Weltunternehmer
überwiesen das Geld,
Der Coup ist zu Ende.
 
Das Ende der Welt,
der Schneeball zerplatzt,
die Menschen Verlierer,
das Geld hat die Macht,
die Macht hat das Geld.
 
Die Weltunternehmer
mit ihren Zentren
von Macht und Wahlen
horten das Geld der
der Konsumenten.
 
Das Ende der Welt,
der Schneeball zerplatzt,
die Menschen Verlierer,
das Geld hat die Macht,
die Macht hat das Geld,
 
Schneeball Wirtschaft
ist am Ende. Wallstreet
eine Insel. Reiche Griechen,
reiche Russen, Völker
müssen Armut riechen
 
Schneeball Jura, das Kartell,
keiner Würde Untertan.
Einweg Jura Monopol,
ist immun und fühlt sich wohl
Kein Richter hat sich je vertan
 
Schneeball Schule, teilt die Menschen
in die Klassen des Systems.
Brave Schüler dürfen steigen,
Sitzenbleibern bleibt der Rest
den Schneeball Schule übrig lässt.
voice
 
‚Volkes Stimme macht den Staat’
Nichts als Schneeball und Verrat.
Demokraten haben sie verraten.
Ist die Stimme abgegeben,
ist die Stimme ohne Recht
 
Dem Volke geht es schlecht.
Petition wird nicht erhört.
Hören ist nicht vorgesehen,
Höchstens wenn der Mensch
Den Frieden stört durch
Weise Worte über Recht -
 
Hören alle Horch-Soldaten,
alle falschen Demokraten
jedem Wort das je gesprochen
zu im Netz und sie verraten
für ein Taschengeld
die Ordnung der einst heilen Welt.
 
Schneeball System Nationen
Kaum geboren, ist er Sklave.
Die Nation bestimmt sein Leben.
Wenn er weiter leben will,
Zahlt er Steuern und ist still.
 
Das Ende der Welt,
der Schneeball zerplatzt,
die Menschen Verlierer,
das Geld hat die Macht,
die Macht hat das Geld.
 
Kriege, Hunger, Durst und Leid
sind die Pfeiler des Systems
Wenn es dann zusammen kracht
und die Menschen umgebracht
ist der nächste Schneeball schon
in Arbeit, Neue Macht und neuer Lohn
Gerechtigkeit verbleibt als Hohn.
 
Das Ende der Welt,
der Schneeball zerplatzt,
die Menschen Verlierer,
das Geld hat die Macht,
die Macht hat das Geld.
 (2013)
 
 


 

 

©  volker doormann   2001 -  2013