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Der Beginn der Welt

Genesis 

Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe;
und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
Es werde Licht!  Und es wurde Licht. 
.. und Gott schied das Licht von der
Finsternis.
Und Gott nannte das Licht Tag, und die
Finsternis nannte er Nacht.
Es werde eine Wölbung mitten in den Wassern, und es sei eine Scheidung zwischen den
Wassern und den Wassern! 
Und Gott nannte die Wölbung Himmel.
Es sollen sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort sammeln, und es werde das Trockene sichtbar!
Und es geschah so. ..
Trockene Erde, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meere
Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu
scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen als Lichter an der Wölbung des Himmels dienen, ...
das größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur

Beherrschung der Nacht und die Sterne.
Und Gott setzte sie an die Wölbung des Himmels, über die Erde zu leuchten  ...
den Tag und über die Nacht und zwischen dem Licht und der
Finsternis zu scheiden.
Und Gott schuf die großen Seeungeheuer ..

Rig Veda

Nicht Etwas war, nicht Nichts,
das Firmament war nicht,
nicht
wölbte
sich des Himmels Dach.
Was deckte Alles? schirmte? was verbarg? War es des Wassers bodenloser Schlund?
Da war kein Tod, - doch war unsterblich nichts und
keine Grenze zwischen Tag und Nacht; Das Eine 'atmet' atemlos in sich, ein Andres war bisher noch nicht im Sein.
Und finster war's, und alles erst gehüllt in tiefes Düster - in ein finst'res Meer.
Der Keim, von seiner Hülse noch bedeckt, brach durch, in brünst'ger
Hitze, als Natur....
 *
The non-existent was not; the existent was not at that time.
The atmosphere was not nor the heavens which are beyond.
What was concealed? Where? In whose protection? Was it water?
An fathomable abyss?
There was neither death nor immortality then.
There was not distinction of day or night.
That alone breathed windless by its own power. Other than that there was not anything else.
Darkness was hidden by darkness in the beginning.
All this was an indistinguishable sea.
That which becomes, that which was enveloped by the void, that alone was born through the power of heat. 
Upon that desire arose in the beginning. This was the first discharge of thought.
Sages discovered this link of the existent to the nonexistent, having searched in the heart with wisdom. Their line [of vision] was extended across; what was below, what was above? There were impregnators, there were powers: inherent power below, impulses above. Who knows truly? Who here will declare whence it arose, whence this creation?
The gods are subsequent to the creation of this. Who, then, knows whence it has come into being? 
Whence this creation has come into being; whether it was made or not; he in the highest heaven is its surveyor. Surely he knows, or perhaps he knows not.

Edda

Es gab eine Zeit, da alles nicht war. Da war nicht Sand noch See, nicht das Meer und die Erde, nicht der Himmel mit seinen Sternen.
Im Anfang war nur Ginnungagap, das gähnende, lautlose Nichts.
Da schuf Allvaters Geist das Sein, und es entstand im Süden Muspelheim, das Land der
Glut und des Feuers, und im Norden Niflheim, das Land der Nebel, der Kälte und Finsternis. Aus dem Norden, in Niflheim, entsprang ein tosender Quell, aus dem zwölf Ströme hervorbrachen.
Die stürzten in den Abgrund, der Norden und Süden
trennte, und erstarrten zu Eis.
Enuma Elish

"Als oben der Himmel noch nicht benannt,
fester Grund drunter unbekannt,
nichts als der ewig seiende Apsu,
ihr Erzeuger, und Mummu-Tiamat,
die alles gebar,
ihre Wasser in eins vermischten;
kein Schilf war angehäuft,
Sumpfland nicht zu sehen war,
als noch kein Gott war da im Sein,
mit Namen nicht benannt,
ihre Schicksale nicht bestimmt - da war es, daß die Götter in ihnen geformt wurden. ...

 


Rig Veda 

na     asat               âsît   no     sat          âsît tadânîm  na    âsît  rajas        no    vyomâ   paras yat
nicht Nichtseiendes war, noch Seiendes war damals, nicht war Luftreich, noch Himmel darüber

kim âvarîvas          kuha kasya   sharman    ambhas         kim  âsît     gahanam    gabhîram
was in Bewegung? wo? wessen Schirm?    das Wasser – was war das gähnend-abgründige?

na    mrtyur âsît   amrtam            na     tarhi      na    râtryâs       ahnas     âsît  praketas
nicht Tod    war, Unsterblichkeit nicht damals, nicht von Nacht, von Tag war Wahrnehmung

ânît          avâtam  sva-dhayâ         tat ekam tasmât    ha  anyat          na    paras  kimcan      âsa
es atmete windlos in Selbstsetzung das Eine worüber gar ein anderes nicht hinaus irgendwas war

tama    âsît  tamasâ     gulham      agre            apraketam   salilam  sarvam âs    idam
Dunkel war in Dunkel verborgen zuerst          unkenntliche Flut      alles     war dies

tucchyena      abhu        api-hitam yat âsît   tapasas  tat      mahinâ            ajâyata             ekam
durch Nichts das Leere Verhüllte das war von
Glut dieses von mächtiger wurde geboren das Eine

kâmas  tat       agre    sam-avartata âdhî            manasas       retas  prathamam  yat âsît
Lust in dessen Anfang regte sich ursprünglich    des Denkens Keim als Erstes    das war

satas             bandhum  asati          niravindan        hrdi prati-îshyâ    kavayas     manîshâ
des Seienden Band im Nichtseienden fanden aus im Herzen suchend Dichter mit Verstand

tirashcinas      vitatas     rashmis            esham          adhas svit  âsît   upari svit  asît
quer hindurch gespannt die Meßschnur von denen -  unten  was war? oben was war?

retas-dhâs        âsan    mahimânas âsan           sva-dhâ         ava-stât pra-yatis para-stât
Keimsetzungen waren, Mächte     waren,        Selbstsetzung hinauf,   Hingabe  herab

kas addhâ   veda   kas  iha  pravocat           kuta    âjâtâ            kuta    iyam  vi-srshtis
wer fürwahr weiß, wer hier mag verkünden, woher sie geboren, woher diese Schöpfung?

arvâg     devâs        asya     visarjanena      athâ           kas veda  yata     âbabhûva
diesseits die Götter von ihr, der Schöpfung hinterher – wer weiß, woher sie geworden ist?

iyam  vi-srshtis     yata    âbabhûva            yadi    vâ            dadhe         yadi    vâ   na
diese Schöpfung, woher sie geworden ist, sei es, daß er sie gesetzt hat, sei es, daß nicht

yas asya           adhi-             akshas  parame    vyoman  so  anga veda  yadi           vâ       na veda
wer von ihr das ursprüngliche Auge im höchsten Himmel der allein weiß es sei denn daß er nicht weiß
 

Rig Veda 


The non-existent was not;   the existent was not at that time.
The atmosphere was not nor the heavens which are beyond.

What was concealed? Where? In whose protection? Was it water?
An fathomable abyss?

There was neither death nor immortality then. There was not distinction of day or night.

That alone breathed windless by its own power. Other than that there was not anything else.

Darkness was hidden by darkness in the beginning. All this was an indistinguishable sea.

That which becomes, that which was enveloped by the void, that alone was born through the power of heat. 

Upon that desire arose in the beginning. This was the first discharge of thought.

Sages discovered this link of the existent to the nonexistent, having searched in the heart with wisdom.

Their line [of vision] was extended across; what was below, what was above?
There were impregnators, there were powers: inherent power below, impulses above.


Who knows truly? Who here will declare whence it arose, whence this creation?

The gods are subsequent to the creation of this. Who, then, knows whence it has come into being? 

Whence this creation has come into being; whether it was made or not;

he in the highest heaven is its surveyor. Surely he knows, or perhaps he knows not.



volker doormann    -  2002.06.01